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Montag, 21. August 2017

Funny ist eine Rabenmutter

Armes Radi, steht hübsch anzuschauend in der Garderobe und wird dennoch nicht beachtet, obwohl ich mehrfach täglich daran vorbei gehe. Auf dem Weg zum Kühli, auf dem Weg in's Schwimmbad, mit geschnürten Laufschuhen und dabei steht auf Strava noch eine Challenge an, die ich unbedingt erledigen muss. Es gibt ein cooles Patch, dass sich auf meiner 'Wall of Fame', die auf Strava 'Pokalsammlung' heißt, gut machen würde und auf das ich nicht verzichten will. 105 Kilometer sind noch bis zum Ende des Monats zu erledigen. Ok, ein Klacks, aber dazu muss man sich eben auf sein Fahrrad schwingen und in die Pedale treten, was ich auch tue. Meine Güte, wie ungewohnt. Dabei bin ich dieses Jahr schon ca. 5500 Kilometer geradelt und ich brauche unglaubliche siebendreiviertel Kilometer, bis es wieder rund läuft und ich auf Geschwindigkeit komme. Ach ja, ich liebe Fahrrad fahren ... nur vergesse ich das manchmal.

Was zuvor geschah: Asthmageplagt schleppt sich unsere Protagonistin laufend und schaufend durch die niederrheinische Pampa. Ihre Luft ist trotz vorheriger Cortison-Inhalation knapp, aber sie weiß, was auf dem Spiel steht. Sie will nicht in ein paar Wochen wieder von vorne beginnen, sondern das bisher erreichte - auch wenn es nicht viel ist - festhalten. Also NO MIMIMI! Gut, meine Pace war schlechter, als beim letzten Mal, aber ich habe es immerhin getan und vor allen Dingen geschafft. 3 Minuten Laufen, 1 Minute Gehpause auf 2,5 Kilometern. Hey there Delilah ... trallala ... Was meine Freude am Heim kommen etwas trübt, ist, dass keine Cola auf mich wartet. Lemon und eisgekühlt. Aber gut, irgendwas ist ja immer. 

Freitag, 18. August 2017

Good rain, bad rain

Mit dem Regen ist das so, wie mit Polizisten, da gibt es den guten Bullen und den bösen Bullen. Gut ist der Regen dann, wenn ich zum Schwimmtraining ... okeeeeeh, ich korrigiere: 'zum Schwimmen üben' ... in's Freibad will, denn dann wird es erfreulich leer sein ... 

Heute Morgen werde ich durch den prasselnden Regen geweckt, der stakkatoartig auf das Garagendach trommelt. Mist, ich wollte eigentlich in's Fitti und da fahre ich für gewöhnlich mit dem Fahrrad hin. Das Auto habe ich quasi abgeschafft, wenigstens gedanklich. Also schlechter Regen. Aber gut, nützt ja nichts, es ist erst halb acht und das Schwimmbad öffnet um zehn Uhr, also noch viel Zeit zu überbrücken. Fahrradtour fällt aus und Laufen irgendwie auch. Hmpfff! Ich ziehe meine Sportsachen an, packe meine Tasche für's Fitti und nehme den Autoschlüssel vom Haken, wo er erfreulicherweise auch hängt. Lil' Ben war der letzte Benutzer - wir praktizieren privates Car-Sharing, sozusagen - und ich muss daran denken, als erstes die Anlage im Hippie-Mobil runter zu drehen, wenn ich keinen Hör-Schock erleiden will. Aber klappt. Ok, Fitti, zwei Runden Milon-Zirkel und wieder nach Hause. Ach neee, ich habe vor dem Milon-Zirkel 5 Minuten auf dem Laufband durchgehalten. Durchgehend im Trab, dann Milon und nach Hause.

Es regnet immer noch und es ist noch massig Zeit bis zum Mittagessen, also pelle ich mich aus meinem Fittness-Dress, bestehend aus Jogginghose und Schlabber-T-Shirt und ziehe meinen Badeanzug an, darüber das pinke Strandkleidchen. Ist effizienter beim Umkleiden und ich muss nicht erst umständlich in die Kabine. Also guter Regen.

Das Becken ist so gut wie leer, auf uns Grefrather ist eben Verlass. Ok, ich bin kein Grefrather und meine Kinder auch nicht, denn man muss in dritter Generation ... gebürtig sein, nicht zugezogen, da - und nicht nur da - sind sie eigen und genaugenommen bin ich minus zweite Generation und frühestens Lil' Ben's Enkel, also meine Ur-Enkel werden den Makel ... äääääh ... werden Eingeborene sein. Also gesetzt den Fall, dass Lil' Ben nicht wegzieht und auch seine Kinder dazu ermuntern kann, vor Ort zu versauern. Ruben hat schon das Weite gesucht und nur, wenn er reumütig zurück käme ... Nun, nein, eher nicht! 

Wie dem auch sei, ich ziehe meine Bahnen und meine erste 100er Zeit ist super: 3:38 Minuten. Ich bin begeistert. Danach erleide ich allerdings einen 'kleinen' Einbruch, ich verschlucke mich übelst und brustschwimme hustend weiter, was meine durchschnittliche Pace am Ende der zehn Bahnen, die ich absolviere, auf 4:14 drückt. Aber egal, schwimmen klappt mittlerweise ganz gut und ich habe heute sogar jemanden überholen können ... und derjenige ist sogar in die gleiche Richtung geschwommen, wie ich. Das weitere Procedere? Kleidchen über den nassen Badeanzug, nach Hause fahren und ab unter die Dusche, Mittagessen und zum Steuerberater ...

Donnerstag, 17. August 2017

Musikalische Späterziehung

Ungeduld, mein zweiter Vorname? Pööööh, mache ich heute halt eine Gehpause und so schnüre ich meine neuen Mizunos, schnappe den MP3-Player und marschiere los ... in Lautstärke und mit meinen Schlagzeugstöcken. Das macht voll Bock ...

Birds singing on my shoulder, in harmony it seems. How they sing, how they sing how they sing.

... und so trommele ich fröhlich durch die Gegend ... links, rechts, Wechselschritt und vorwärst, rückwärst, seitwärts, ran .. clapp clapp ... Give me night's of solitude, red wine just a glass or two ... clapp clapp ... 

mit einer respektablen Pace von knapp unter 11 Minuten, als plötzlich Laura, mein Italienisch-Coach aus den Kopfhöreren quakt, mir freundlich 'Buongiorno' wünscht und mich ein paar Vokabeln abfragt. Meine Pace verschlechtert sich rapide und so spule ich  ... ääääh ... sagt man das so? Ist ja eher Altdeutsch, oder? Also ich drücke mehrfach auf die Zurück-Taste, bis Tina Turner mir glaubhaft versichert, dass ich simply die Beste bin und so schreite ich lufttrommelnd und wacker voran. Ich habe heute echt gute Laune und ausnahmsweise sogar Bock auf meinen Stalker, also ändere ich die Richtung, um ein Schwätzchen zu halten. Ich meine, es ist ja schon cool, wenn jemand ... also außer dem Gatten ... einen hofiert.

It's a beautiful night, we're looking for something dumb to do ... Hey baby, I think I wanna marry you ... Is it the look in your eyes or is it this dancing juice? ... Who cares, baby, I think I wanna marry you ... trallala

Aber gut, zum Glück habe ich daran gedacht, auch diesmal die Fronten geklärt zu halten und rechtzeitig meinen 30 Jahre alten ... Jaaaaaaaa_haaaaaa, 30 Jahre ... Ehering an den Finger zu stecken. Aber cool ist es trotzdem ... *fett grins* ... also außer, dass der Kerl so gar nicht mein Typ ist. 

Aber jetzt sollte es mal langsam anfangen zu regnen, damit ich schwimmen gehen kann. Heute wäre übrigens Lil' Ben's Schlüpftag, aber der hatte sich ja geziert und wollte unbedingt Jungfrau, statt Löwe werden und sich noch ein paar Tage Zeit gelassen. Aber pööööh, muss er eben noch was länger auf seine Geschenke warten. Kann ich doch nix für ... und auch nichts, dass er jetzt sein Leben lang Jungfrau sein muss. Seinerseitige Klagen? Abgelehnt!

Montag, 14. August 2017

I am not Delilah!

Bevor ich überhaupt einen Laufschritt vor die Tür mache, wird erst einmal ein riesen Stalb veranstaltet. Frühstück, dazu ein Yogi Atem-Tee ... okeeeh, ich weiß jetzt natürlich nicht, ob der für guten Atem sorgen soll, oder für besseres Durchatmen, aber ich bin für Zweiteres ... eine Lachsöl-Kapsel, denn das soll gut für die Atmung sein ... Zähneputzen ... Atemgymnastik ... finales Anziehen ... eine Ladung Asthma-Spray, Strava, Pulsuhr, MP3-Player. Dann gucke ich raus, ob mein Stalker schon da ist, und wenn nicht, husche ich schnell über die Straße in den Bahnradweg und trabe los. Falls er schon da ist, ändere ich mein Programm und bleibe erst einmal zu Hause, womit diese Geschichte jetzt zu Ende wäre.

Da es aber weiter geht, kann man schon erahnen, dass die Bahn frei war, sozusagen. Ich hoppele also über die Straße und verfalle in leichten Trab, der bei mir allerdings schon an Hochleistungssport grenzt. Mein Puls schnellt relativ schnell in die Höhe und so bewege ich mich die meiste Zeit am Limit. Um zu einer niedrigeren Herzfrequenz zu kommen, hilft langsameres Laufen, sagt Elke. Ja neee, ist klar! Noch langsamer wäre rückwärts und ich bin ziemlich sicher, dass ich sogar schneller gehe, als laufe. Trotzdem bin ich dankbar für jeden Tipp, Hinweis und/oder nettes Wort, denn das gibt mir das Gefühl, nicht alleine zu sein. Neee, echt jetzt!

Wie dem auch sei, ich bin gut drauf und schaffe heute sogar 3 Minuten Laufen am Stück und hintereinander und hätte auch noch mehr geschafft, aber ich wollte mein Pulver nicht direkt verschießen, sozusagen und so lief ich 3 Minuten, eine Minute Gehpause and so on. Die Musik dudelte in meinen Ohren ... Hey there Delilah, what is like in New York City? I'm a thousand miles away, but tonight you looks so pretty ... trallala ... ( ... ) ... Un' jezz passens upp, jezz küddet ...

Hey there Delilah, don't you worry about the distance ... 

Och nööö, bin ich nicht ... aber ich bin ja auch nicht Delilah und es sind ja auch nur noch etwas über einen Kilometer. Ein Klacks ... hüstel ... Ein Gassi-Radler kommt mir samt Husky entgegen und ich kann noch einen Guten Morgen wünschen. Etwas gepresst zwar, aber kommt an und ich ernte ein nettes Lächeln. Jaaaaaaa_haaaa, nett, nicht mitleidig. Noch kann ich differenzieren! Trab trab trallala ... Hey there Delilah ... und solange ich den Text wenigstens noch mit ... ääääh ... denken kann, ist alles gut. 3 Minuten Laufen, eine Minute Gehen ... Repeat! Links rechts, links rechts ... auf die Uhr geguckt. Was eine Minute ist, weiß ich mittlerweile. Das ist von hier bis da vorne, wo der Baum komisch in den Weg wächst ... das ist von hier, bis zu dem Hundehauf... KRIEEEEEEEH ... Puuuh, drüber gehoppelt ... soviel Kraft muss sein ... Die letzten drei Minuten sind erledigt und ich kann die rettende Haustüre schon sehen. Jetzt noch in Gehpause verfallen? Nöööö, das schaffe ich. Der Gassi-Radler, der die Runde andersherum angegangen ist, kommt mir auf dem Penny-Parkplatz entgegen. Boah, cool, wesentlich schneller war der auch nicht. Ungefähr drei Viertel / ein Viertel des Weges, wobei ein Viertel auf mich fällt. Er lächelt mich an und ich lache zurück. Freundlich, nicht hysterisch! Also hoffe ich mal und trabe so elegant-geschmeidig, wie es geht, an ihm vorbei. Also hoffe ich mal. Kopf hoch, Füße hoch und nicht schlurfen. "Nicht schlurfen", habe ich gesagt! Menno! Geschafft und meine Pace um eine Minute verbessert. Sogar um eine Minute und zwei Sekunden!

Noch laufe ich übrigens in Jeans, denn dann kann ich schnell in Gehen switchen und so tun, als ob ich einen Spaziergang mache, wenn mir jemand entgegen kommt, den ich kenne. Aber ist eigentlich nicht nötig, ich kenne eh niemanden.

Sonntag, 13. August 2017

Muskelfund

Es ist so cool. Seit ich abgenommen habe, finde ich einen Muskel nach dem anderen. Ok, Lil' Ben hat sich natürlich kaputt gelacht, als ich letztens erzählt hatte, dass ich einen Sixer hätte. Aber ich habe einen, wohl noch gut verpackt. Aber was ich jetzt gefunden habe ... unglaublich! Da geht man jahrelang in's Fitti und trainiert so vor sich hin, aber von Trizeps keine Spur. Kaum geht man ein paar mal schwimmen und schwupps ... Aber gut, vermutlich waren die schon länger da und ich habe es einfach nicht bemerkt. Hey, ich habe Trizeps! Am linken Arm und am rechten Arm! Yeah!

Aber wie dem auch sei, ab Morgen gibt es Training nach Plan. Ich habe nämlich einen gefunden, von dem ich mich nicht überfordert fühle und nicht direkt eine halbe Stunde in moderater Pulsfrequenz leicht Dauerlaufen muss. Das kann vielleicht jeder 'Knautschkohlrabi' ... aber ich kann es nicht. Moderate Pulsfrequenz beim Laufen ... tzääää! Naja, und weil der Plan erst morgen beginnt und sonntags leichtes pedalieren auf dem Programm steht, startete ich Heute einfach mit "Sonntag Woche Null", pedalierte leicht in's Fitti und machte dort etwas für die Rumpf-Stabilität. Muss ja auch sein.

Morgen steht Laufen auf dem Plan. Also glaube ich! Aber trifft sich gut, es ist schönes Wetter angesagt und daher vermutlich etwas voller im Freibad.

Samstag, 12. August 2017

Ich liebe diesen Sommer

Mittagszeit, da sitzen die Grefrather zu Tisch, darauf ist Verlass und zudem ist das Wetter schlecht genug. Herrlichste Bedingungen also, um ein garantiert leeres Freibad vorzufinden. Und so war es auch. Der Bademeister lugte aus seinem Kabäuschen, ein Gruß gab den anderen - und ich meinte, er bräuchte nicht auf mich aufzupassen, was er aber vehement ablehnte und so guckte er alle paar Minuten, ob ich noch schwimme, oder schon treibe. 

Wie dem auch sei, niemand sonst war im Freibad und so konnte ich ungestört Kraulen üben. Nun, es klappte ganz gut ... ääääh ... also vorne Kraul, hinten Brust, sozusagen, aber so kam ich wenigstens von der Stelle. Ich bin guter Dinge, dass ich das bald drauf habe ... Aber eines möchte ich schon gerne wissen: In diversen Triathlon-Checklisten steht, dass man zum Schwimmen Badelatschen braucht, um zum Start zu geben. Ok, so far, so good. Dann zieht man die Schuhe vermutlich aus, springt in die Fluten, schwimmt ... und wie bekommt man jetzt seine Schuhe wieder? Ok, falls man an der gleichen Stelle wieder aus dem Wasser kommt, könnte man sie in dem Haufen suchen und Zeit verlieren - obwohl mein Paar wohl eh als einziges, weil letztes, vereinsamt da rum fliegen würde und die Zeit ist ja sowieso schon verloren, also eigentlich fair - aber wenn man an einer anderen Stelle, also z. B. am gegenüberliegenden Ufer aus dem Wasser klettert, sind sie futsch. Was allerdings auch erklären würde, warum man am Wechselplatz ein Handtuch braucht, um seine Füße zu säubern. 

Aber eines habe ich verstanden: Ich will das! Unbedingt!

Freitag, 11. August 2017

Just call me 'Iron Ireen'

Ich habe es getan, ich habe eine Vereins-Anfrage geschrieben und abgesendet und muss nun gucken, dass mein Puls wieder auf ein normales Level absinkt. Tja, wie konnte es nur so weit kommen? Schuld sind eigentlich Doris und Helge, die mir eine Vereinsmitgliedschaft an's Herz legten. Aber gut, war nicht so schwer, denn ich hatte schon darüber nachgedacht, mich aber nicht getraut, weil ich doch weder schwimmen, noch laufen kann und meine Schwester mir erzählte, dass da der Trainer am Beckenrand steht und brüllt, dass man nun acht Bahnen auf Tempo schwimmen muss. Örks ... Momong, meine Schwester? Etwa die, die mir schon seit Kindesbeinen an irgendwelche Horrorgeschichten, alleine für ihr Amusement erzählt? Die, die immer erzählt hat, dass ich eigentlich 'Gulla-Ari' heiße und adoptiert sei? Die, die ... okeeeh, *nähkästchen-modus off* ... Also die, die mir seit Jahren eigentlich keine Horrorgeschichten mehr erzählt und meine Lieblingsschwester ist .... Auweia, auweia, auweia! 

Nun, bei Helge las ich in einem Posting, in dem sie rückblickend ihre ersten Trainingsstunde anriss, als sie als absoluter Anfänger und Vereins-Neuling am Beckenrand stand ... und ich fragte im Kommi nach ihren Vorher-Fähigkeiten, die, so kommentierte sie zurück, meinem aktuellen Stand recht ähnlich waren ... außer, dass man am hier am linken Niederrhein sein Fahrrad nur dann schieben muss, wenn man einen Platten hat und kein Ersatzschlauch griffbereit ist.

Also noch drei bis fünf Minuten hin und her überlegt, abgewogen und schwupps, war es passiert, die Mail war geschrieben und abgeschickt. Jetzt heißt es abwarten. Eine Gnadenfrist habe ich natürlich, denn es sind Ferien in NRW und so habe ich die Hoffnung, dass meine Mail nicht vor Ende August beantwortet wird. Bis dahin liege ich bäuchlings auf einer Bierbank, übe Kraulzüge und träume davon, bald das Schwimmbad umzupflügen.

Mittwoch, 9. August 2017

Unser Einzug in ein neues Zuhause

Mit den Anforderungen steigt auch der Anspruch an das Material ... und Schuhe kann man eh nie genug haben. 

Nachdem ich bei Elke gelesen hatte, dass sie verschiedene Schuhe für verschiedene Lauftrainings trägt, habe ich sie direkt angeschrieben, um mir die Sache genauer erklären zu lassen. Check! Außerdem gab sie mir noch Tipps für den Schuhkauf, nämlich, dass ich z. B. auch vor dem Laden mit den Schuhen laufen soll, um ein Gefühl dafür zu kriegen und dass jeder gute Händler dieses zulassen würde.

Gestern bin ich nach Krefeld gefahren, um mich bei Laufsport Bunert in Punkto des richtigen Schuhwerks beraten und eventuell eine Laufband-Analyse machen zu lassen und dann - dazu bin ich doch zu sehr Mädchen - nicht nur gegebenfalls neue Schuhe zu erwerben, ist ja klar ... 

Ich marschierte also frohen Mutes in den Laden und erstarrte fast vor Ehrfurcht. Ob ich hier richtig bin, ich kleiner Anfänger ... aber zu spät, ich wurde gesichtet und unter die Fittiche der Verkäuferin genommen. Sie fragte, ob ich eine Laufbandanalyse machen wollte, Kostenpunkt 20 Euro, wenn ich keine Schuhe kaufe, ansonsten ist es gratis. Na und ob ich wollte ... Also Schuhe aus, Socken aus, Hose hochgekrempelt, ab auf's Band und los getrabt. Ging ganz schnell und hat auch gar nicht weh getan, dann noch einmal in die Hocke gehen - zum Glück hatte ich eine Stretch-Jeans an - um die Beweglichkeit der Gelenke zu testen. Aber alles toppo. Als nächstes kam dann der Abrolltest. Dazu sollte ich auf einer Matte gehen, auf der dann das Abrollverhalten meiner Füße dargestellt wurde. Nun, könnte besser sein aber ich kann überleben und links ist eh gut.

Okeeeeh, und nun der Teil, der mir das Funkeln in die Augen trieb, der mich in eine Aura aus Glitzer hüllte ... die Schuhe! Yeah! Bunt und weich und ... Aber gut, was soll ich jetzt groß erzählen? Schuhe probiert, nicht für gut befunden, weitere Schuhe probiert, ein paar Meter auf der Straße getrabt, in die engere Wahl genommen, die nächsten Schuhe probiert, getrabt, neue Abrollanalyse, perfekt! Sphärische Gesänge umgaben mich, aber ich habe zum Glück nicht mitgesungen. Naja, und wenn ich schon mal hier bin ... hüstel ... hätte ich gerne noch ein zweites Paar!

Das Blöde ist jetzt nur, dass ich mir gestern Abend, als ich noch mal aufgestanden bin, um ein wenig in der Triathlon-Bibel zu lesen, ich mir deratig den kleinen Zeh am Bettfuß angehauen habe, dass ich quasi gelähmt bin und Heute, in der horizontalen angekettet auf dem Sofa, sozusagen, das Dasein eines Zappelphillips fristen muss. Menno!

Donnerstag, 3. August 2017

Ich hasse laufen ...

Buongiorno! Mi chiamo Irina. Io sono una triatleta dalla Germania, ma io non riesco nuotare molto bene e io correre troppo lentamente. Questo non é buono, ma posso imparare tutto.

Qualcuno dice che non si può fare, ma Io dico: Guarda a mi!

Langsam wird mir Fahrrad fahren etwas langweilig und so habe ich beschlossen, Triathletin zu werden. Das dumme an der Sache ist, dass ich Laufen hasse und Schwimmen, nun ja, liegt so zwischen Rentner-Style und Hunde-Paddeln. Aber, und ein 'aber' gibt es ja immer: Das kann ich lernen. Und so marschiere ich regelmäßig in's hiesige Freibad und übe - 'trainieren' kann man das nicht nennen und wäre auch etwas übertrieben. Meine oberste Priorität ist, nicht abzusaufen und das hat bisher einigermaßen geklappt. Ach, was freue ich mich, wenn mein erster morgendlicher Blick aus dem Fenster schlechtes Wetter verheißt und ich das Schwimmbad so gut wie für mich alleine haben werde. 1000 Meter schaffe ich schon.

Jetzt ist es aber so, dass Triathlon auch noch eine Laufeinheit beinhaltet. Hatte ich je erwähnt, dass ich Laufen hasse? Nun, ich hasse Laufen und das ist nicht gelogen. Aber, und ein 'aber' gibt es ja immer: Das kann ich lernen. Ich muss nur mal dran bleiben und nicht immer sofort wieder aufgeben. Gesagt getan und einen Plan gab es auch. Ich werde jeden 2. Tag so weit laufen, bis ich nicht mehr kann und so steigerte sich meine Strecke von 200 auf 250 auf 300 Meter. Meine Lungen brannten zunächst heftig, aber nach ein paar Tagen wurde es - dank Lungentraining - besser und heute habe ich die stattliche Strecke von 2,75 Kilometern geschafft. Wohl mit Geh-Pausen.

Oh Mann, Triathlon könnte so schön sein, wenn Schwimmen und Laufen nicht wären. Aber, und ein 'aber' gibt es ja immer: Ich werde das schaffen und es bleibt mir auch nichts anderes übrig, denn ich habe mich mit meiner Schwester verabredet, gemeinsam einen Sprint-Triathlon, also 500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Fahrrad fahren und 5 Kilometer Laufen, zu finishen. Lustig wird es, wenn sie beim Schwimmen und Laufen auf mich warten muss und wir beim Rad fahren keine Zeit gut machen können, weil ich auf sie warten muss. 


Ach ja, und Italienisch lerne ich auch gerade. Immerhin bin ich per definitionem Muttersprachlerin und mein Vater hat sich Zeit unseres gemeinsamen Lebens gegrämt, dass ich keinerlei Interesse an der Sprache hatte und so ungefähr das Letzte, was er mir erzählt hat, war, dass meine Schwester und ich als Kleinkinder ausschließlich italienisch miteinander gesprochen hätten und er sich an eine Szene aus dem Kinderzimmer erinnerte, als meine Schwester mir mit den Worten: "Irina, guarda l' immagine!" ein gemaltes Bild unter die Nase hielt. Da war ich ungefähr anderthalb.